Dienstag, 14. November 2017

Erfahrung über Generationen

Zu Beginn der 60-iger Jahre entwickelte und patentierte Herr Günter Fahrion, unser Onkel, die ersten Dosierpumpen in Voll-PTFE-Version und mit zwangsgesteuerten Ventilen. In dessen Tradition und mit stetig gewachsenem Know how entwickeln und bauen wir nun schon in dritter Generation Dosierpumpen in spezialisierter PTFE-Ausführung und höchster Funktionalität.

Schon die ersten Kleinmengendosierer waren mit einer ausgeklügelten Antriebs- und Excentertechnik Präzisionsdosierpumpen, eine bemerkenswerte Innovation in der damaligen Dosiertechnik.

1996 wurden dem Markt die ersten mikroprozessorgesteuerten Dosierpumpen mit schrittmotorgesteuerter Hubeinstellung, regelbarer Hubfrequenz und digitalen Steuerungsoptionen vorgestellt. 

2006 setzte die neueste Generation unserer Präzisionsdosierpumpen, Ritmo®05 wiederum neue Maßstäbe in der Kleinmengen- und Mikrodosiertechnik. Sie zeichnet sich neben der bewährten PTFE-Technologie insbesondere durch eine variable Ausstoßgeschwindigkeit und steuerbare Ventilaktorik aus. 

2008 konnten wir erstmals am Markt Mehrkanalpumpen, Probenahmepumpen und Dosiersysteme in Master-/Slave-Konfiguration für zeitsynchrone Dosierabläufe präsentieren. Beide Entwicklungen erschließen absolut neue Anwendungsoptionen für Membrandosierpumpen und unterstreichen das hohe Entwicklungspotential der Fink Chem+Tec GmbH.

2010 Nach Abschluss eines Hochschulstudiums ist Andreas Fink als Gesellschafter in das Unternehmen eingetreten. Mit seiner Ausbildung in Mechatronik, Elektronik und Programmierung wurden die Weichen für Innovation, Produktentwicklung, aber auch für Tradition und Kontinuität für die nächsten Jahrzehnte gestellt.

Seit 2011 konnten wir neue Anwendungen in der Mikrodosiertechnik mittels eigens entwickelter Hochdruckdosierpumpen bis 600 bar erschließen. Vor allem mit einer dualen Antriebstechnik und flexibler Software war es uns möglich, Hochdruckpumpen nicht nur alternierend pulsfrei zu betreiben, sondern auch 2 Fluide mit nur einer Pumpe gleichzeitig zu dosieren oder zu mischen. 

Im September 2013 erfolgte der Umzug in eine größere Produktionsstätte nach Leinfelden-Echterdingen. Die kontinuierlich wachsende Produktion und die Anforderungen an Service und Kundennähe machten diese Veränderung zwingend erforderlich. Gleichzeitig konnten wir unsere Misch- und Verdünnungspumpen an den Markt führen. 

Mit der Übernahme der Firma K-Engineering zu Beginn 2015 erweiterten wir unser Produktprogramm durch spezielle Peripheralradpumpen in Hochdruckausführung, patentierte Peripheralreaktoren und -mischer sowie beheizbare Gaszirkulationspumpen. 

2017 schließt sich nahtlos mit Blick auf weiteres Wachstum und Kontinuität die Übergabe der Fink Chem+Tec an die nächste Generation an. Mit Beginn des Jahres wurde die alleinige Geschäftsführung an den bisherigen Junior-Chef Andreas Fink übertragen. Im gleichen Zuge wurde die Gesellschaft einer GmbH & Co.KG in die Fink Chem+Tec GmbH umfirmiert und 80% der Anteile auf Andreas Fink übertragen.

Montag, 13. November 2017

Die sichere Dosierung von Flüssigkeiten und Gasen in explosionsgefährdeten Betriebsstätten der Zonen 1 und 2 mit Dosierpumpen der Zündschutzart Ex p.

Werkstoffausstattung:

Alle fluidberührenden Bauteile, d.h. Ventile, Membran und der Dosierkopf sind aus virginalem Reinst-PTFE und speziellen PTFE-Modifiziereungen gefertigt und gewährleisten eine ultimative Chemikalienbeständigkeit. Es gibt keine weiteren Werkstoffe, Dichtungen oder Ventile, welche die Chemikalienbeständigkeit einschränken.

Ritmo®Dosierpumpen können deshalb nahezu alle aggressiven Fluide und Gase, Säuren, Laugen, Lösungsmittel dosieren.

Sie können auch Dosier- oder Förderaufgaben mit höchster Reinheitsstufe und absoluter Metallfreiheit bis in den ppb-Bereich, z.B. in der Halbleitertechnik übernehmen.

Nicht zuletzt erlaubt die PTFE-Ausstattung die Ausstellung der FDA-Konformition.

Ventiltechnik:

Ritmo®05-EX-Dosierpumpen unterscheiden sich gravierend von Membrandosierpumpen mit üblicherweise eingesetzter Kugelventiltechnik. R05-EX-Dosierpumpen arbeiten mit kleinen Ventilmembranen. Diese Ventile werden über Hubmagnete getaktet und sichern absolut dichte Arbeitszustände und eine hohe Vakuumtauglichkeit der Dosierpumpe.

Zwangsgesteuerte Ventile gewährleisten ein unempfindliches Dosierverhalten gegenüber Gasblasen im Fluid, Ausgasungseffekten bei Flüssigkeiten mit hohem Dampfdruck oder Gaseinbrüchen durch Undichtheiten oder geleerter Dosierleitungen.

Ritmo®05-Dosierpumpen sind deshalb absolut selbstansaugend, absolut dicht zwischen Saug- und Druckseite und müssen weder entlüftet noch befüllt oder gegen Trockenlauf geschützt werden.

Mittwoch, 8. November 2017

Reaktions- und Mischtechnik als Alternative zu Rührkesselreaktoren, Rotor-Stator-Mischern, Injektoren und statischen Mischern mit hermetisch dichten Peripheralradpumpen

Espira 02 Kleinreaktoren

Espira 02 – Peripheralreaktoren sind magnetgekuppelte Kleinreaktoren, ausgelegt für anspruchsvolle Misch-, Verdünnungs- und Homogenisierungsansprüche, auch unter harschen, aggressiven Chemikalienbedingungen im Laborbereich, in der Verfahrensentwicklung und in der Kleinproduktion. Sie verfügen im Wesentlichen den gleichen konstruktiven Aufbau einer Peripheralradpumpe mit Förderkanal und Unterbrechersteg und dem typischen Peripheralrad mit anwendungsspezifischer Auslegung der peripheren Förderzellen. Der Pumpenkopf wird jedoch zusätzlich mit einem oder mehreren Fluidanschlüssen ausgerüstet, um den Reaktions- Misch- Prozess unmittelbar im Pumpenkopf umsetzen zu können.

Während der Rotation des Laufrades kommt es zu einer raschen Druckerhöhung in den peripheren Förderzellen, zu einem Druckausgleich über das Laufrad und zu einer intensiven Vermischung mit dem Fluid im Förderkanal. Dieser für Peripheralradmischer charakteristische Impulsaustausch ist die Grundlage für intensive Mischvorgänge und schnelle Reaktionsabläufe innerhalb des Pumpenkopfes.

Vor allem im Labormaßstab, in der Verfahrensentwicklung und Kleinmengenproduktion bieten sich Peripheralreaktoren durch ihre Toleranz gegenüber Feststoff- oder Gasanteilen als Alternative zu mikrokanal-strukturierten Reaktoren für vielfältige Reaktionsprozesse an.

Dienstag, 7. November 2017

Das Fördern korrosiver Gase im Grenzbereich von Temperatur, Druck, Korrosivität mit hermetisch dichten Drehschieberpumpen

Ziclon 04 in anwendungsspezifischer Auslegung

Ziclon 04- Gaszirkulatoren in anwendungsspezifischer Auslegung verfügen über einen vergleichbaren Aufbau und die gleichen konstruktiven Charakteristika wie Klein- und Prozess-Gaszirkulationspumpen. Werkstoffauswahl, Pumpenkopfauslegung und Drehzahlregelung werden jedoch in Sonderanfertigung an die speziellen Einsatzbedingungen angepasst.

Gaszirkulationspumpen mit beheizbarem Pumpenkopf werden dann eingesetzt, wenn hohe Prozesstemperaturen erforderlich sind, diese während des Prozesses konstant zu halten und Rückkondensationen im Pumpenkopf zu vermeiden sind. Die Beheizung des Pumpenkopfes kann elektrisch oder mit einem Wärmeträgermedium erfolgen.

Gaszirkulationspumpen mit kühlbarem Pumpenkopf bieten sich an, wenn gekühlte Verfahrensprozesse sicher zu stellen sind und eine Erwärmung während des Pumpvorganges im Pumpenkopf zu vermeiden ist. Der Pumpenkopf kann an einen Kältekreislauf angeschlossen werden.

Gaszirkulationspumpen für hohe hohe Prozessdrücke kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Prozesse oder Reaktionsstufen verfahrensbedingt hohe Prozessdrücke erforderlich machen. Ziclon 04 – Gaszirkulatoren können bis zu Systemdrücken von 400 bar ausgelegt werden.

Gaszirkulationspumpen in verschleissarmer Ausführung sind vor allem dort gefragt, wo Prozesse mit höchster Gasreinheit umgesetzt werden oder in welchen besonders hohe Standzeiten erreicht werden müssen. Bei Förderprozessen mit höchster Gasreinheit wird der Partikeleintrag in den Gasförderstrom in erster Linie mit einer reduziert kontrollierten Motordrehzahl bei gleichzeitiger Sicherstellung der Anpresskräfte der Drehschieber an die Pumpenkopf-Laufflächen minimiert. Speziell gehärtete Laufflächen oder Keramikeinsätze und spezielle Verdrängerplatten reduzieren ebenfalls einen Partikeleintrag in den Gasstrom. Im konkreten Einzelfall bitten wir um Rücksprache, um Ihre Anwendung zielgenau lösen zu können. Ähnliche Massnahmen bieten sich auch bei sehr langen Betriebsstandzeiten an.

Gaszirkulationspumpen mit prozessangepasstem Drehzahlverhalten können mit einem externen Frequenzumrichter oder auch einem am Antriebsmotor aufgesetzten Frequenzumrichter ausgestattet werden. Über die Funktionalität des Freqenzumrichters kann das Anfahrverhalten der Pumpe (Sanftanlauf), verfahrensabhängige Förderströme, verschleissreduzierendes Drehzahlverhalten oder auch ein energieeffizientes Arbeiten angepasst werden.

Gaszirkulationspumpen mit atexkonformer Auslegung sichern eine sichere Förderung von Gasen in explosionsgefährdeten Betriebsstätten. Die Ex-Schutzklassifizierung der Betriebsstätte gibt die Auslegung von Antriebsmotor und Pumpenkopf vor und wird bei der Auslegung der Pumpe zugrunde gelegt. Es ist deshalb zu beachten, dass wir keine PTB-abgenommenen Pumpen, sondern die jeweilige Pumpe in atexkonformer Auslegung mit zugehöriger Zertifizierung anbieten.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Das Fördern korrosiver Gase im Grenzbereich von Temperatur, Druck, Korrosivität mit hermetisch dichten Drehschieberpumpen

Ziclon 04 Kleinzirkulatoren

Ziclon 04- Kleinzirkulatoren sind spezielle, ölfreie Drehschieberpumpen. Sie bestehen im Wesentlichen aus dem Antriebsmotor, dem Gehäusering und dem Rotor mit Verdrängerplatten. Sie sind in Abhängigkeit ihrer Anwendung für einfache Gasförderungen, in spezieller Anpassung in der Forschung und Verfahrensentwicklung und für anspruchsvollste Chemie- und Prozessanwendungen ausgelegt.

Im Rotor (Läufer) sind mehrere Rotorschlitze eingearbeitet, in denen Verdrängerplatten (Schieber) eingesetzt sind. Diese sind fliegend gelagert und legen sich durch die Fliehkraft an die Gehäusewand an. Je nach Anzahl der im Rotor eingesetzten Schieber transportieren die entstehenden Förderkammern das Gas von der Saug- zur Druckseite der Gasförderpumpe.

Ziclon 04- Gaszirkulationspumpen werden grundsätzlich in einer magnetgekuppelten Auslegung hergestellt. Sie sind deshalb hermetisch dicht und bestehen auch die Helium-Dichtheitsprüfung.

Sie können sowohl als Förderpumpe als auch als Verdichter- oder Vakuumpumpe genutzt werden. Z04-Kleinzirkulatoren sind in der Forschung und Verfahrensentwicklung, für die Förderung aggressiver Gase und Gasgemische, heißer oder radioaktiv kontaminierter Gase, in Hochdruckprozessen, aber auch für Reinstgase und als Bypasspumpe für Gasanalyse-Systeme einsetzbar.

Montag, 23. Oktober 2017

Die Robustheit und max. Prozeßsicherheit einer Dosierung mit integrierter Drucksensorik

Funktion Maximaldruck:

Der Anwender kann einen max. Druck am Display der Pumpe vorgeben. Übersteigt der Druck im System den eingestellten Maximalwert (z.B. durch ein geschlossenes Ventil in der Druckleitung oder eine verstopfte Dosierleitung oder einen unzulässigen Druckanstieg im Reaktionsbehälter), so stoppt die Drucküberwachungsfunktion sofort den Dosierablauf. Die Display-Anzeige wechselt auf die rote Alarmanzeige. Fällt der Gegendruck wieder unter den Maximalwert, wird der Dosierprozess wieder fortgesetzt.

Der einstellbare Maximaldruck liegt 1 bar über dem maximalen Betriebsdruck und ist vom jeweiligen Pumpentyp abhängig:
  • R033-7.5-16 3 - 17 bar
  • R033-12-10 3 - 11 bar
  • R033 17-7 3 - 8 bar
  • R033-30-4 3 - 5 bar

Funktion Minimaldruck:

Der werksseitig eingestellte Minimaldruck beträgt für alle Pumpen < 2 bar. Fällt der Druck unter diesen Grenzwert (z.B. durch eine geplatzte Druckleitung), so stoppt die Drucküberwachungsfunktion sofort den Dosierablauf. Größere Verluste an Chemikalien, Beschädigung von Anlagenkomponenten durch die austretende Chemikalie oder gar menschlicher Gefährdung können vermieden werden. Die Fehlermeldung kann sowohl als Warnung (Pumpe arbeitet noch weiter) oder als Alarm (Pumpe wird sofort gestoppt) eingestellt werden.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Die pH-gesteuerte Dosierung mit integriertem Regelmodul, zwangsgesteuerten Ventilen und in Voll-PTFE-Ausführung

Dosierpumpe Ritmo®05 pH

pH-gesteuerte Dosierpumpen Ritmo®05 pH verfügen über die gleichen konstruktiven Charakteristika und Vorteile einer Dosierpumpe Ritmo®05. Sie sind in Voll-PTFE für alle fluidberührten Komponenten ausgerüstet, verfügen über zwangsgesteuerte Ventile und eine hochauflösende Schrittmotortechnik.

Dosierpumpen Ritmo®05 pH sind gegenüber den Standard-Dosierpumpen jedoch mit einem 2-Kanal-Regler, Schnittstellen für den Anschluss einer pH-Sonde und einer Master-/Slave-Vernetzung zweier pH-Dosierpumpen sowie einer speziell auf die pH-abhängige Betriebsweise angepassten Software ausgestattet

Die R05-pH stellt damit eine abgestimmte Systemlösung aus pH-Messung, Dosierung von basischen und/oder sauren Fluiden und pH-Regelung dar.

Die Voll-PTFE-Ausstattung erlaubt das Dosieren aller denkbarer aggressiver, saurer oder basischer Fluide, die für den jeweiligen pH-anhängigen Prozess zum Einsatz kommen.

Die zwangsgesteuerte Ventiltechnik sorgt für einen robusten, absolut sicheren Ansaug- und Dosierablauf, auch unter ungünstigen Installations- und Prozessbedingungen.

Die hochauflösende Schrittmotortechnik ermöglicht sehr genaue und gleichmässige Dosierabläufe in den pH-abhängigen Prozess. Überschwingungen des Soll-pH-Wertes durch zu große Einzelhubdosierungen sind nahezu ausgeschlossen.

Ein 2-kanaliger Regler ist in der Pumpensteuerung bereits integriert. Die Installation eines separaten Regelgerätes ist nicht erforderlich. Das spart Platz, Installationsaufwand und Geld.

Die pH-Sonde wird direkt an der Dosierpumpe angeschlossen.

Eine weitere, spezielle Master-/Slave-Schnittstelle erlaubt die Vernetzung von 2 Dosierpumpen.

Grundlegende, für R05-Dosierpumpen typische Funktionalitäten wie Max-, Return- oder Clean-Funktion bleiben auch bei einer R05-pH erhalten. Aggressive Restfluide können in die Vorlage zurück gefördert werden.